Herren 40 des TC Schwarz-Weiss Landau deutscher Vizemeister

Den größten Erfolg der Vereinsgeschichte erreichten die Herren 40
des TC Schwarz-Weiss Landau.
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Die Landauer Mannschaft hatte sich als Sieger der Regionalliga Süd-West überlegen für die Endrunde der deutschen Vereinsmeisterschaft der Herren 40 qualifiziert. Der Deutsche Tennisbund gab Landau den erhofften Zuschlag als Ausrichter.
Die TG Gürzenich-Wald als Sieger der Regionalliga West, der Hamburger Club an der Alster als Sieger der Regionalliga Nord und der TSV Feldkirchen als Sieger der Regionalliga Süd und der Relegation gegen den Vertreter der Regionalliga Ost komplettierten das Feld der vier besten Teams Deutschland.
Die Endrunde wurde am 29. und 30. August in Landau auf der schönen Anlage des TC Schwarz-Weiss ausgetragen. Am Samstag wurden die Mannschaften offiziell begrüßt und der Oberbürgermeister der Stadt Landau Hans-Dieter Schlimmer eröffnete die Veranstaltung. Es kam zu den erwarteten Begegnungen. Gürzenich-Wald traf auf Feldkirchen und Landau auf den Hamburger Club.
Den ersten Punkt für Landau holte auf Position 2 Rüdiger Haas gegen den deutschen Meister der Herren 45 Stefan Eggmeier. Hass lies sich
nicht auf Grundlinienduelle mit seinem Gegner ein, sondern griff bei jeder sich bietenden Möglichkeit an. Der Landauer gewann sicher mit 6:3 6:2. Den 2. Punkt steuerte der Landauer Trainer Markus Bart auf Punkt 6 bei. In seinem vielleicht besten Spiel seiner sportlichen Karriere kam der amtierende Vize-Europameister Herren 45 zu einem 6:4 6:0 gegen den Hamburger Peter Ballauf.
Stefan Burchard brachte auf Position 4 den Landauern die erhoffte 3:0 Führung. Der Europameister Herren 45 des letzten Jahres bot gegen den Spanier Jose Blasi eine starke Leistung und gewann 6:4 6:3.
Auf Position 5 machte Francois Errard wie schon in der ganzen Saison mit seinem Gegner Peer Laux kurzen Prozess und siegte 6:2 6:2. Nachdem im Spitzenspiel zwischen dem Franzosen Olivier Delaitre und dem Spanier David de Miguel-Lapiedra, der früher für Mannheim in der Bundesliga spielte, der Punkt mit 6:4 6:3 an die Hamburger ging, lag es am Landauer Trainer und Lokalmatador Frank Bohlender, ob er den erhofften 5 Einzelsieg landen konnte. Bohlender ging unter dem Beifall der zahlreichen Landauer Zuschauer 6:3 in Führung und verschlug beim Spielstand von 5:2 und 30:0 einen leichten Ball am Netz. Damit baute er seinen Gegner wieder auf, der sich in den Tie-Break rettete und diesen mit 8:6 gewann. Den Match-Tie-Break dominierte der Landauer und siegte mit 10:3. Damit stand Landau als Sieger fest und hatte sich wie Gürzenich-Wald (6:0 Sieger gegen Feldkirchen) für das Finale qualifiziert. Zur Enttäuschung der Zuschauer wurden, da die Partien entschieden waren, keine Doppel mehr gespielt.
Am Sonntag wurde bei bestem Tenniswetter das Finale ausgespielt. Rüdiger Haas machte seine Vorhersage wahr, dass er gegen Karsten Braasch gewinnen würde. Fast fehlerlos spielte er sein gnadenloses Angrifftennis und lies die Nr.1 von Deutschland überhaupt nicht ins Spiel kommen.
Mit seinem starken Aufschlag rückte er immer wieder ans Netz vor und attackierte bei jeder Gelegenheit. Braasch versuchte mit einem Ruf nach der Oberschiedsrichterin Karin Spanke seinen Gegner aus dem Rhythmus zu bringen. Hass lies sich jedoch nicht irritieren und holte für Landau mit 6:1 6:1 den ersten Punkt.
Die Landauer hatten umgestellt und aus taktischen Gründen den am Vortag stark aufspielenden Markus Bart aus der Mannschaft genommen, um Francois Errard gegen den früheren Vize-Europameister Christoph Schaal zu stellen. Diese Rechnung der Landauer ging voll auf. Errard ging das Tempo von Schaal mit und brachte diesen zur Verzweiflung. Errard siegte 6:2 6:3.
Der Punkt 4 sollte für Landau die erhoffte 3:0 Führung bringen. In einem hochklassigen Match zweier gleichwertiger Spieler wurde das Nervenkostüm der Beteiligten auf eine harte Probe gestellt. Stefan Burchard gewann den 1. Satz gegen den deutschen Meister Jan Stremmel im Tie-Break und verlor den 2. mit dem gleichen Ergebnis. So kam es zum entscheidenden Match-Tie-Break. Beim Stand von 3:3 gab es bei den Zuschauern ein kollektives Aufstöhnen als ein Netzroller von Stremmel noch auf die Landauer Seite fiel. Als der nächste Ball von Stremmel zum 5:3 auf der Linie landete schien der Widerstand von Burchard gebrochen. Stremmel ging 9:5 in Führung. Burchard kämpfte sich aber noch einmal heran und konnte zum 9:9 ausgleichen.
Die beiden nächsten Punkte musste er leider abgeben und so stand es „nur“ 2:1 für Landau. Das Spitzenspiel endete glatt mit 6:0 6:0 für Veli Paloheimo, da Delaitre wegen Schmerzen in der Schlaghand nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war.
Raymond Bender kam für Landau auf Position 5 trotz eines in der Woche davor erlittenen Hexenschusses zum Einsatz. Gegen den Luxenburger Johnny Goudenbour fehlte ihm durch den Trainingsrückstand die Sicherheit. Er verschlug einige Angriffsbälle und verlor den 1. Satz im Tie-Break 6:8. Bender wurde im 2. Satz gegen den starken Grundlinienspieler immer müder und verlor diesen mit 2:6.
Nun lag es an Bohlender den wichtigen 3 Punkt für Landau zu holen. Gegen Lionel Barthez sah es am Anfang gut aus. Bohlender ging 2:1 in Führung. Er musste mit hohem Risiko spielen, da Barthez mit langen Vor- und Rückhandbällen und ansatzlos gespielten Stopps ihn immer wieder unter Druck setze. Letztendlich war Bohlender chancenlos und unterlag 2:6 2:6.
Mit einem angeschlagenen Delaitre war es für die Landauer aussichtslos 3 Doppel zu gewinnen. Das eingespielte 1. Doppel Paloheimo/Barthez lies nichts mehr anbrennen und gewann gegen Haas/Bohlender 6:3 6:2. Auch des 2. Doppel Braasch/Stremmel siegte gegen Delaitre/Errard 6:4 6:2. Es war den Landauern Burchard/Bender vorbehalten gegen Gayk/Kallscheuer mit 6:1 2:6 10:2 den 3:6 Endstand herzustellen. Gürzenich-Wald wurde verdient deutscher Meister und die Landauer konnten sich auch über die Vize-Meisterschaft freuen. Den 3. Platz belegte der Club an der Alster, der Feldkirchen mit 5:4 besiegte. Es war ein perfekt organisiertes Tenniswochenende, das Wetter hatte mitgespielt, und die insgesamt 700 Zuschauer brachten die erwartete Atmosphäre in die Begegnungen. Von den Teilnehmern wurde es auch als positiv empfunden, dass sie alle gemeinsam im Leinsweiler Hof untergebracht waren.
Die Landauer Mannschaft will zusammen bleiben und mit Hilfe der vielen Sponsoren, stellvertretend sei cargraphic genannt, es im nächsten Jahr erneut versuchen. |